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Von himmelhochjauchzend zu Zu-Tode-betrübt |
Mia

HSP-Forum Kenner
Dabei seit: 14.03.2010
Beiträge: 103
Herkunft: Erzgebirge
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| Von himmelhochjauchzend zu Zu-Tode-betrübt |
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Kennt ihr das auch, ihr Lieben aus dem Forum?
Heute voller Leichtigkeit und Glücksgefühle, am nächsten Tag voller tiefer Traurigkeit ohne Grund?
Ist das normal? Ist es ein typisches Zeichen für HSP oder eher nicht?
Ich danke für die Antwort.
Die ( etwas treulose Tomate ) Mia
__________________ Lächle, und die Welt lächelt zurück
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06.07.2010 19:36 |
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Mimösli

HSP kennt sich hier schon aus

Dabei seit: 03.06.2010
Beiträge: 55
Herkunft: Berner Oberland
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Liebe Mia,
Ja, ja, das kenn ich nur zu gut. Hab aber gelernt damit umzugehen, das ich schneller wieder "oben" bin. Manchmal geniess ich meinen miesen Zustand ohne schlechtes Gewissen und für mich allein, dann geht es mir auch wieder schneller besser.
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07.07.2010 08:48 |
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Lila

Lebende Foren Legende

Dabei seit: 16.12.2009
Beiträge: 1.520
Herkunft: Baselland
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Hallo Mimösli,
wie kann man den miesen Zustand geniessen? gibt es da ein Trick? ich probiere es zu akzeptiere und denke, morgen ist wieder ein Tag aber geniessen? ach Mimösli....wie kann man das...bitte um Rezept!
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08.07.2010 16:24 |
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Mimösli

HSP kennt sich hier schon aus

Dabei seit: 03.06.2010
Beiträge: 55
Herkunft: Berner Oberland
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Hallo Lila,
Ein Rezept kann ich dir leider nicht geben.
Auch würde ich nie jedem Menschen empfehlen, seinen Zustand zu geniessen. Das ist manchmal meine Taktik, aber auch nicht immer, kommt ganz auf die Situation an. Wenn ich weiter unter Menschen sein muss, reiss ich mich zusammen, so gut es geht. Das geht nur wenn ich alleine bin, ziehe mich dann halt gerne zurück.
Ich hab für mich rausgefunden, das wenn ich einen "Zustand"(Traurigkeit, Wut usw.) akzeptiere...annehme... geniesse, es mir schneller besser geht.
Je länger wir uns gegen ein Gefühle wehren, desto hartnäckiger bleibt es bei uns. Lassen wir uns, das gilt aber niemals für alle* Menschen, einfach mal reinfallen, ins Gefühl. Nehmen es an, dann müssen wir nicht mehr kämpfen, und können die Energie die wir ins Kämpfen gesteckt haben, für unsere Heilung verwenden.
*Wenn aber jemand schon sehr tief in einer Depression drin steckt, geht das natürlich nicht. Da muss er erst wieder etwas Licht auf seinem Weg sehen. Ob mit Hilfe von aussen oder alleine, hängt dann wieder vom einzelnen Menschen ab.
Gegen etwas kämpfen braucht viel Energie. An Altem festhalten braucht genauso Energie und Kraft. Wir brauchen nicht immer unsere Geschichte zu wissen, wer oder was uns verletzt hat. Es reicht das wir spüren, das etwas nicht gut ist... das Gefühl dazu dann annehmen, und hinterher loslassen. Wir können nur Loslassen was wir zuerst auch angenommen haben. Aber auch da braucht Jeder seine Zeit. Beim Einen geht das ganz schnell, Andere brauchen Wochen, Monate, Jahre. Ich meine nicht hinauszögern, Umwege drum rum suchen, sondern schon sich damit beschäftigen. Mal mehr mal weniger.
Das war mein Weg, und nun kann ich meine "Zustände" auch mal geniessen, am Schluss noch drüber lachen, oder Dankbarkeit spüren das ich wieder etwas lernen durfte. Dann wird sooo viel Energie freigesetzt, mit der wir dann unsere Wunden heilen können.
Sommergrüsse vom Mimösli
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Mimösli: 09.07.2010 11:13.
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09.07.2010 11:10 |
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Lila

Lebende Foren Legende

Dabei seit: 16.12.2009
Beiträge: 1.520
Herkunft: Baselland
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Hallo Mimösli,
es kommt vielleicht auch darauf an, ob es unangenehme Gefühlen, die man sich selber macht, oder solche, die man nicht vermeiden kann, weil sie einfach auf einem zukommen in schwierige Lebenssituationen.
Ich erlebe momentan eine Situation wo mehrere Sachen negativ auf mir zukommen und da habe ich grösste Mühe, wenn eine Kleinigkeit auf mir zukommt, es in positives zu verwandeln, abzuwarten, akzeptieren oder anzunehmen...
dann denke ich nur noch "muss das auch noch sein?", dabei würde ich am liebsten davon laufen oder mich verkriechen!
Hallo Mia,
du schreibst von Schwankungen, die "scheinbar" grundlos geschehen, ich bin nicht sicher, ob es das wirklich gibt.
"grundlos" kann auch heissen, dass ich der Grund hinter eine Mauer verstecke, oder die Erfahrung noch nicht gemacht habe, die mich der Sinn zeigt, oder ein anderer Weg einschlagen will und nicht kann, und dann kommt der Schmerz, die Traurigkeit, um mir aufzurütteln...
Ich bin also der Meinung, grundlos muss nicht unbedingt sinnlos sein.
abwarten was kommt, akzeptieren, annehmen.... sollte aber nur angewendet werden, um eine Situation zu entgiften, um besser klar zu sehen, ich habe lang in Situationen beharrt, die mich jetzt immer mehr auf dem Kopf fallen... ob es dann sinnvoll war zu beharren?
und warum mache ich nichts dagegen? ist es Ausdauer oder Feigheit? nur ich kann das herausfinden, indem ich mich der Situation stelle und ent-scheide!
Was ich noch herausgefunden habe, ist dass ich diese Schwankungen früher eher hatte, als ich probierte mich überall beliebt zu machen und anzupassen.
Seit ich zu mir stehe kann ich besser mit Schwankungen umgehen und sie gehen auch schneller vorbei, wenn welche Kommen, ob das auch ein Rezept ist?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lila: 09.07.2010 14:41.
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09.07.2010 14:38 |
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Lila

Lebende Foren Legende

Dabei seit: 16.12.2009
Beiträge: 1.520
Herkunft: Baselland
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Hallo Mimösli,
Momentan bin ich dran alle meine Schuldgefühlen zu entlarven, nicht um sie zu bekämpfen aber um zu wissen wo sie genau stecken, um sie zu spüren, damit sie nicht mehr im Verstecken bleiben... und ich entdecke eine ganze Menge davon.... sogar da wo ich keinen gefunden hätte.
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09.07.2010 17:09 |
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